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Ärzte Zeitung, 05.12.2017

 "Sträflich falsch informiert"

 Trotz Ärzte-Protesten wegen " übler Falschinformation" hat der TV-Kanal ARTE die Dokumentation "Cholesterin - der große Bluff" erneut gesendet. Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie kritisiert die Sendung als "gefährlich und unverantwortlich". Menschen könnten zu Schaden kommen, wenn sie wegen der Desinformation ihre Statine absetzen.


 

Ärzte Zeitung, 03.09.2012

Studie

Erhöhtes Diabetes-Risiko bei täglichem Wurstverzehr

Wer täglich Wurst isst, erhöht offenbar sein Risiko, an Diabetes zu erkranken.

Erhöhtes Diabetes-Risiko bei täglichem Wurstverzehr

Bei Zucker geht es auch um die Wurst.

© Kalle Kolodziej / fotolia.com

WAGENINGEN (rb). Den Zusammenhang von Fleischkonsum und Diabetesrisiko haben niederländische Forscher bei 4366 Teilnehmern der Rotterdam Study untersucht (Diabetes Care 2012; 35: 1499).

Analysiert wurde, wie viel rotes Fleisch, Wurst und Geflügel die Probanden aßen. Verglichen wurden dann Erkrankungsraten der Gruppen mit höchstem und niedrigstem Tageskonsum.

Für rotes Fleisch waren dies weniger als 50 g oder mehr als 100 g; für Wurst 0 g und mehr als 30 g; für Geflügel 0 g und mehr als 18 g.

90 Prozent erhöhtes Diabetesrisiko bei 30 g Wurst täglich

456 Studienteilnehmer entwickelten in der Follow-up-Zeit von median 12,4 Jahren einen Diabetes. In der Analyse zeigten rotes Fleisch und Geflügel keinen signifikanten Einfluss auf die Erkrankungsraten.

Anders sah es beim Wurstverzehr aus. Im Vergleich zu Abstinenzlern hatten Personen, die täglich mindestens 30 g Wurst und andere Produkte aus verarbeitetem Fleisch aßen, ein knapp 90 Prozent erhöhtes Diabetesrisiko.

Möglicherweise steigern die enthaltenen "Advanced Glycation End Products" (AGE) das Diabetesrisiko, so die Forscher. AGE entstehen, wenn Zucker und Eiweiß zusammen gekocht werden; sie sollen unter anderem die Insulinresistenz erhöhen.

Als Übeltäter verdächtig sind aber auch Additive wie Nitrit oder die vielen gesättigten Fette in verarbeitetem Fleisch.

Quelle: www.springermedizin.de

 

 

Ärzte Zeitung, 03.09.2012

DDG

Übergewicht erklärt nicht allein den Diabetes-Anstieg

BERLIN (eb). Die Zahl übergewichtiger Menschen ist in Deutschland seit 1998 fast unverändert geblieben, die der adipösen leicht gestiegen. Gleichzeit hat aber die Zahl der Menschen mit Typ-2-Diabetes viel stärker zugenommen, so die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG).

Ein Großteil der Neuerkrankungen könne also nicht alleine auf die Risikofaktoren Übergewicht und Bewegungsmangel zurückgeführt werden. Die DDG plädiert in einer Mitteilung für intensive Ursachenforschung.

Neue Studiendaten deuteten darauf hin, dass unter anderem Art und Verteilung des Körperfetts, die Leber, genetische Merkmale und verminderte Insulinwirkung die Entstehung von Diabetes stark beeinflussen.

Neue Wege in Prävention und Therapie seien nötig, um die Diabetes-Epidemie in den Griff zu bekommen, betont die DDG

 

 

Nicht unbedenklich

Die elektrische Zigarette

Der Konsum von E-Zigaretten ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden, denn die benutzten Kartuschen enthalten häufig neben dem Suchtstoff Nikotin auch andere gesundheitsschädigende Substanzen.

Der über E-Zigaretten eingeatmete Dampf besteht laut BZgA bis zu 90 Prozent aus Propylenglykol, das kurzfristig akute Atemwegsreizungen auslösen könne, die gesundheitlichen Auswirkungen bei dauerhafter und wiederholter Inhalation von Propylenglykol seien unbekannt. Neben dem Ethanol, Glyzerin und Aromastoffen hat die amerikanische Kontrollbehörde Food and Drug Administration (FDA) in einigen Kartuschen auch karzinogene Nitrosamine nachweisen können.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Blutdruck senken bringt Lebenszeit

Blutdrucksenkung verlängert das Leben von Hypertonikern. Erstmals konnten US-Forscher jetzt aufdecken: Jeder Monat, in dem der Blutdruck gesenkt wird, beschert zusätzlichliche Lebenszeit.

Die Bilanz bezüglich des Gewinns an Lebenszeit: In der Studie antihypertensiv behandelte Patienten lebten im Schnitt 158 Tage länger als Patienten der Placebogruppe, ohne von einem tödlichen kardiovaskulären Ereignis betroffen zu sein.

Bei Berücksichtigung von Todesfällen jeglicher Ursache belief sich der Überlebensvorteil auf 105 zusätzliche Tage Lebenszeit.

Lebensverlängerung auch im Alter

Nach Berechnungen der SHEP-Autoren resultiert daraus folgende Formel: Mit jedem Monat, den ein Hypertoniker unter kontinuierlicher antihypertensiver Therapie verbringt, erhöht sich die Lebenszeit, die er ohne eine tödliche kardiovaskuläre Komplikation verbringt, um einen zusätzlichen Tag..

Zu bedenken ist, dass die beobachtete Lebensverlängerung bei Patienten erreicht wurde, die zu Therapiebeginn bereits im Schnitt 72 Jahre alt waren. Bei einem noch früheren Start der antihypertensiven Therapie könnte der Überlebensvorteil noch größer sein..


Maßgeschneiderte Tipps: Vom Raucher zum Nichtraucher

NEU-ISENBURG (eb). Um die Prävention der chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) - auch "Raucherlunge" genannt - zu forcieren, hat die EU-Kommission ein Nichtraucherprogramm entwickelt.

Es richtet sich an junge Menschen und soll mit einem kostenlosen iCoach im Internet auf http://www.exsmokers.eu/ dabei helfen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Bei der Kampagne "Ex-Smokers are unstoppable / Ex-Raucher sind nicht aufzuhalten" steht die Motivation durch die positiven Seiten des Nichtrauchens im Vordergrund. Ex-Raucher sprechen über ihre guten Erfahrungen, ansprechende Bilder unterstreichen die Aussagen.

Die begleitenden Online-Angebote, die bei der Tabakentwöhnung unterstützen, sind interaktiv und damit zeitgemäß. Aufhörwillige werden mit dem iCoach individuell auf dem Weg zum Ex-Raucher begleitet.

Der iCoach analysiert die Rauchgewohnheiten der Teilnehmer und bietet täglich maßgeschneiderte Tipps. Jeder Nutzer kann in eigenem Tempo aufhören.

Das Instrument erweist sich als effektiv: Bis heute haben sich bereits über 150.000 Europäer bei iCoach auf http://www.exsmokers.eu/ registriert. Die Erfolgschancen, dauerhaft Ex-Raucher zu bleiben liegen bei 30 Prozent.

 

 

Ja zu PSA-Screening!

Die amerikanische urologische Gesellschaft (AUA) hat sich für ein PSA-Screening bei Männern über 40 Jahren ausgesprochen, auf individueller Basis. Über Vor- und Nachteile der PSA-Messung müsse aufgeklärt und eine zusätzliche digitale-rektale Untersuchung angeboten werden. 

 

 

Keine Chance dem Hautkrebs!

Gesetzlich Krankenversicherte können jetzt alle zwei Jahr ab ihrem 35. Geburtstag eine Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs in Anspruch nehmen. Denn : Die Zahl der Neuerkrankungen an Hautkrebs hat in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr rund  140 000 Menschen daran. Hauptursache dabei : Der Wunsch vieler Menschen nach knackiger, ,,gesunder" Urlaubsbräune - zur Not auch aus dem Sonnenstudio. Im Gegensatz zu anderen Krebsarten ist Hautkrebs früh zu erkennen , da er sich sichtbar entwickelt. Und bei früher Erkennung sind die Heilungschancen bei Hautkrebs ausgesprochen hoch. Die neue Vorsorgeleistung in Deutschland ist weltweit einmalig.

Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie noch heute einen Termin bei uns !

Ihr Praxisteam

 

Hier sind einige Vorschläge, wie Sie Ihren Gesundheitszustand verbessern und Ihr Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall auch ohne Medikamente mehr als halbieren können!

Verbessern Sie Ihre Fitness!

Regelmäßige Krebserkrankungen und Knochenentkalkung (Osteoporose). Regelmäßiges Training ist auch schon bei leichter bis mittlerer Trainingsintensität wirksam! Beginnen Sie mit regelmäßigen Spaziergängen, „Nordic Walking" oder leichten Fahrradtouren von 20-30 min Dauer, 4-5 mal pro Woche. Steigern Sie langsam Dauer oder Intensität der Aktivität bis Sie am Ende etwas ins Schwitzen geraten. Eine kleine Unterhaltung sollte nebenher möglich sein. Verabreden Sie sich mit Freunden oder Gleichgesinnten, um die Freude an der Bewegung zu steigern. Integrieren Sie mehr Aktivitäten in den regulären Tagesablauf:

Treppe statt Aufzug, steigen Sie auf dem Weg zur Arbeit eine Station früher aus. Sie verbessern Ihre Fitness und Ihr seelisches Befinden.

Körperliche Aktivität verhütet Herzkreislauf-Erkrankungen, aber auch Ernähren Sie sich optimal!

Mit einer an der Mittelmeer-Kost* orientierten Ernährung wird Ihr Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich vermindert. Auch das Krebs- und Osteoporose-Risiko werden reduziert.

Ihre Kinder lernen frühzeitig eine gesunde Kost kennen!

* Einige wichtige Prinzipien der Mittelmeerkost: kein Tag ohne Obst und Gemüse, mehr Salat, Wurzelgemüse und grüne Gemüse - Fisch und Geflügel statt Fleisch, Olivenöl statt Sahne oder Butter.

Normalisieren Sie Ihr Körpergewicht!

Dadurch bessern sich Ihr Blutdruck und Ihre Blutfettwerte. Sie vermindern Ihr Risiko, eine Zuckerkrankheit (Diabetes) zu entwickeln. Schokolade, Alkohol, Kuchen, Milch und Softdrinks können wichtige Quellen unerkannter, zusätzlicher Kalorien sein. Ihr Body-Mass- Index [Gewicht in kg/(Körperlänge in m)²] sollte bei oder unter 25 liegen, Ihr Bauchumfang unter 94 cm (Mann) bzw. unter 80 cm (Frau).

Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck!

Ihr Blutdruck sollte unter 140/90 mmHg, bei Selbstmessungen zu Hause unter 135/85 mmHg liegen! Sie reduzieren dadurch Ihr Schlaganfall- und Herzinfarkt-Risiko!

Achten Sie auf regelmäßige Entspannungsphasen, weil sich hierdurch der Blutdruck weiter verbessern kann.

Werden Sie Nichtraucher.

Rauchen führt zu einer deutlichen Beschleunigung des Alterungsprozesses!

Raucher mit einem Konsum von 20 Zigaretten pro Tag verlieren bis zum sechzigsten Lebensjahr 15 Jahre ihres Lebens im Vergleich zu Nichtrauchern (Britische Ärzte Studie).

Jede einzelne Zigarette verkürzt Ihr Leben um 28 Minuten!!

Nur das vollständige Einstellen des Rauchens ist langfristig erfolgreich! Setzten Sie sich ein Datum für den Rauchverzicht. Nutzen Sie Beratungstermine bei Ihrem Hausarzt oder Facharzt. Nehmen Sie möglichst bald die Raucherentwöhnungskurse bei Ihren Krankenkassen in Anspruch - gegebenenfalls mit medikamentöser Therapie, Nikotinpflaster oder einer Kombination der beiden. Ihre Familie und Ihr Partner werden es Ihnen danken.

Auch das Passivrauchen verursacht erhebliche Gesundheitsschäden. Für Sie und Ihre Kollegen am Arbeitsplatz, für Ihren Partner und Ihre Kinder zu Hause oder im Auto.

 

Alle genannten Maßnahmen einzeln oder kombiniert verbessern Ihre Fitness, begünstigen einen normalen Blutdruck, verbessern Ihre Blutfettwerte und damit Ihr Herz-Kreislaufrisiko - auch ohne Medikamente!

Viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung dieser Vorschläge!

 

Weitere Informationen über einen gesunden Lebensstil und zur Einschätzung Ihres Herz-Kreislauf-Risikos erhalten Sie auf der Internet-Seite der Deutschen Herzstiftung:

 

 


 

Rauchen schädigt auch kleinste Blutgefäße

Rauchen Diabetes-Patienten, schädigen sie ihre Blutgefäße mehr, als angenommen. Eine aktuelle Studie klärt eine bisher unter Experten strittige Frage: Rauchen schädigt bei zuckerkranken Menschen die kleinen Blutgefäße und kann auf diese Weise Erkrankungen an Augen und Nieren beschleunigen – ohnehin typische Spätkomplikationen des Diabetes mellitus.

Bisher stand lediglich fest, dass Rauchen die Gefäßverkalkung (Atherosklerose) in den großen Blutgefäßen fördert. Dies gilt für Gesunde und Diabetiker gleichermaßen. Die Experten sprechen beim Diabetes auch von einer Makroangiopathie. Ihre Folgen sind Herzinfarkt, Schlaganfall und Raucherbein. Bei vielen Diabetikern kommt es jedoch auch zu einer Schädigung der kleinsten Blutgefäße, die als Mikroangiopathie bezeichnet wird. Sie löst Durchblutungsstörungen in Auge (Retinopathie) und Niere (Nephropathie) aus, die zu Erblindung und Nierenversagen führen können. Es war unklar, ob Rauchen die Mikroangiopathie beschleunigt. Die Diabetologin Dr. Petra Busch, Heilbronn, und weitere Wissenschaftler, haben für die Studie die Daten von fast 12.000 Menschen mit Typ 1 Diabetes mellitus ausgewertet. Es handelt sich um die Krankenakten aus 182 Behandlungszentren.

Die Untersuchung zeigte, dass Diabetiker 2,4-fach häufiger an einer Retinopathie erkranken, wenn sie rauchen. Eine vermehrte Eiweißausscheidung im Urin – ein wichtiger Hinweis auf schwere Nierenschäden – wurde unter den Rauchern sogar um den Faktor 5,9 häufiger festgestellt. Die Autoren appellieren deshalb an alle Diabetiker, nicht nur das Rauchen aufzugeben, sondern auch mit ausreichender Bewegung und ausgewogener Ernährung gesünder zu leben.

Quelle: P. Busch, H.-P. Hammes, W. Kerner, W. Kern, A. Dapp, M. Grabert, R. W. Holl: Rauchen als Risikofaktor für mikroangiopathische Veränderungen bei erwachsenen Patienten mit Typ 1 Diabetes mellitus: Eine multizentrische Studie. Diabetologie 2006; 305-310

www.herzstiftung.de